28.10.2019 Autor: Steffi Schneider 

Beim „4. Dove Elbe Long Distance Race 2019“ hat sich der Dragons Club Leipzig, das Drachenboot-Team der SG LVB Abt. Kanu, den ersten Platz auf der zwölf Kilometer langen Strecke erkämpft und wahrt sich so die Chance auf den Gewinn der Langstreckencup-Serie 2019.

Auf der Regattastrecke Allermöhe bei Hamburg wurde am 26. Oktober 2019 die vierte Ausgabe des Hamburger Langstreckenrennens über zwölf Kilometer ausgetragen. Vierzehn Teams aus ganz Deutschland hatten gemeldet und gingen im Massenstart zeitgleich ins Rennen. Direkt in der Startphase musste sich das Leipziger Boot der Angriffe eines benachbarten Teams erwehren und büßte dabei sogar ein Paddel ein. Dank des Einsatzes eines Ersatzpaddels konnte das Rennen jedoch für alle zwanzig Paddlerinnen und Paddler weitergehen. In der ersten Wende nach 1,8 km konnte sich der Dragons Club mit drei weiteren Booten absetzen und fuhr mit diesen Drachenkopf an Drachenkopf gegen den teils heftigen Wind die nächsten 4 km. Abermals in der Wende setzte sich das Leipziger Team dank einer perfekten Steuerleistung nun auch von diesen drei Booten ab. Mit dem Berliner Fließ-Express und den Wakenitz-Drachen (Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 e.V.) waren aber gleich zwei sehr starke Boote auf der Verfolgung. Auf den verbleibenden 6 km wollte keiner der 22 Sportlerinnen und Sportler im Leipziger Boot die Führung wieder hergeben. In der letzten Wende dann noch eine kurze Schrecksekunde – die Wendeboje wurde dieses Mal recht weiträumig umfahren. Auf den letzten 500 Metern ging es deshalb noch mit allerletzter Kraft wieder gegen den Wind in Richtung Ziel um nicht doch noch kurz vorher abgefangen zu werden. Mit sieben Sekunden Vorsprung auf die Wakenitz-Drachen und weiteren sechs Sekunden auf den Fließ-Express sicherte sich der Dragons Club Leipzig tatsächlich den Sieg beim „4. Dove Elbe Long Distance Race 2019.“

Durch den Sieg in Hamburg bleibt der Dragons Club Leipzig weiter im Rennen um den Gewinn der erstmalig ausgetragenen Langstreckencup-Serie, bei dem vier Regatten in die Wertung kommen. Nach Podiumsplätzen im April beim Inselcup in Berlin, im September beim Bernsteincup auf der Goitzsche und dem Sieg in Hamburg, möchte das Leipziger Team beim großen Finale am 9. November in Hameln nach dem mit 600 Euro dotierten Wanderpokal greifen. Nur noch zwei Teams haben realistische Chancen auf den Gesamtsieg: der Dragons Club Leipzig und der Fließ-Express aus Berlin, auch Berlin Dragon genannt. Aktuell liegt die Berliner Mannschaft in der Gesamtwertung vor dem Leipziger Boot. In Hameln wird aber die doppelte Punktzahl ausgeschüttet, sodass noch alles möglich ist. Einfach wird dies allerdings nicht: Der Fließ-Express ist im April Deutscher Meister auf der Langstrecke in der Kategorie Ü40 Mixed geworden und hat seitdem immer wieder seine Stärke bewiesen. Aber auch der Dragons Club Leipzig hat in diesem Jahr auf der Langstrecke weiter Fortschritte gemacht. Die Zielstellung für das Team in dem hochklassig besetzten Starterfeld ist klar: das Maximum an Leistung abrufen, alles geben und sehen, ob es am Ende für den Pokal reicht.

 

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Bilder 1, 3, 4 und 6 mit freundlicher Genehmigung der wakenitzdrachen.de


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7. Drachenbootcup 05.09.2020

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